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Mädchen haben in Äthiopien kein einfaches Leben. Die große Armut auf dem Land und Analphabetismus führen dazu, dass Kinderrechte nicht geachtet werden. Traditionelle Rollen sorgen dafür, dass Mädchen sich unterordnen müssen. Ein Projekt der Kindernothilfe und ihres äthiopischen Partners OPRIFS möchte für Mädchen Schutz, Bildung, Gesundheit, Orientierung und psychologische Betreuung bieten. Dies soll erreicht werden durch die Zusammenarbeit mit der Community, den Familien und Schulen.

Ein Wohnheim für Mädchen

750 Mädchen erhalten einen Platz im Wohnheim des Projekts. Dort haben sie ein sicheres Dach über dem Kopf, erhalten ausgewogene Mahlzeiten, werden medizinisch versorgt und können zur Schule gehen und eine Ausbildung machen.

Bildung für gefährdete Mädchen

700 Mädchen, die Gefahr laufen, die Schule verlassen zu müssen, können ihren Bildungsweg an fünf Schulen weiterführen. Mit den Schulen werden Partnerschaften geschlossen. Das Lehrpersonal wird darin geschult, wie sie selbst Ressourcen für die Schulen einwerben können, um so mehr Kindern eine kostenfreie Bildung zu ermöglichen. 700 Mädchen erhalten Schulbücher, Hefte und Stifte. 450 Mädchen bekommen außerdem eine Schuluniform gestellt. Schülerinnen, die Opfer von Gewalt oder Missbrauch wurden, erhalten psychologische Betreuung. 700 Mädchen erhalten Hygieneartikel und Seife und werden in Gesundheitsfragen geschult.

Öffentlichkeit aufklären

15.000 Menschen sollen über Aufklärungsarbeit für die Rechte der Kinder sensibilisiert werden. Zum einen werden Informationsbroschüren und Plakate verteilt. Zum anderen wird aber auch die enge Zusammenarbeit mit Bürgerorganisationen angestrebt, die dann in regelmäßigem Abstand zu Kinderthemen geschult werden und mit denen über die unterschiedlichen Anliegen diskutiert wird. So soll sich nach und nach ein kinderfreundliches Klima in der Bevölkerung verbreiten. Diese Organisationen werden auch Fälle von Kindesmissbrauch anzeigen und nachverfolgen. Zusätzlich soll ein gemeindebasiertes Schutzhaus für Kinder errichtet werden. Dort sollen bis zu 100 Kinder zeitweise ein neues
Zuhause finden.

Frauen stärken

Mädchen und Frauen sind in Äthiopien stark benachteiligt und abhängig von Ehemännern und Vätern. Doch gerade Frauen haben die Kraft und die Einstellung, etwas verändern zu können. Daher werden im Rahmen des Projekts 15 Frauen-Selbsthilfegruppen mit 255 Mitgliedern gegründet. In diesen Gruppen wird den Frauen Wissen vermittelt. Sie lernen zum Beispiel lesen und schreiben. Dies hilft ihnen im Alltag, unabhängiger und selbstsicherer zu werden. Darüber hinaus sprechen die Frauen in den Gruppen über Themen wie Kinderrechte, Gesundheit und Frauenrechte, aber sparen auch gemeinsam Geld. Von den Ersparnissen geben sie sich gegenseitig kleine Kredite, damit sie eigene Geschäftsideen umsetzen können. So verdienen sie ihr eigenes Geld und können sich besser um ihre Kinder kümmern. Die Frauen werden außerdem zum Thema gewaltfreie Kindererziehung geschult.

 Purabyo unterstützt das Projekt der Kindernothilfe in Bahir Dar, Äthiopien, mit Spenden.