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Der Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren

Bei Fettsäuren unterscheidet man zwischen gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Um zu verstehen, was damit gemeint ist, müssen wir eine kleine Reise in die Welt der Chemie unternehmen.
Grundsätzlich sind alle Fette aus Fettsäuren zusammengesetzt und haben prinzipiell auch den gleichen Aufbau. Sie bestehen aus einer Kette von Kohlenstoff-Atomen, die noch über einen Anhang aus einem weiteren Kohlenstoff-, einem Wasserstoff- und zwei Sauerstoff-Atomen verfügen.

Zwischen den Kohlenstoff-Atomen gibt es chemische Einfach- oder Doppelbindungen, wobei die Doppelbindungen besonders interessant sind. Je nach ihrer Anzahl werden nämlich Fettsäuren in gesättigt, ungesättigt und mehrfach ungesättigt unterschieden.

Gesättigte Fettsäuren haben keine Doppelbindung, ungesättigte nur eine. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren zeichnen sich durch mehrere Doppelbindungen aus. Je mehr Doppelbindungen vorhanden sind, desto reaktionsfreudiger ist eine Fettsäure. Dies ist auch der Grund, warum solche Fettsäuren schneller ranzig werden und verderben.

Unser Organismus benötigt alle drei Arten an Fettsäuren, auch wenn die gesättigten mit ihrem schlechten Ruf zu kämpfen haben. Allerdings zu Unrecht. Wir brauchen sie zum einen als wichtige Energiequelle und als Energiespeicher, zum anderen auch, um einige Organe an ihrem vorgesehenen Platz zu fixieren und zu schützen. Die Nieren zum Beispiel werden vor allem durch die sie umgebende Fettschicht an Ort und Stelle gehalten.

Gesättigte Fettsäuren haben auch besondere Bedeutung für den Hormon- und den Immunstoffwechsel. Ein Nachteil ist, dass kurz- und mittelkettige gesättigte Fettsäuren den LDL-Cholesterinspiegel im Blut erhöhen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern können.

Ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren benötigen wir wegen ihrer Reaktionsfreude bei vielen wichtigen Prozessen in unserem Körper. Sie sind „die Guten“, die bei der Reparatur, Regeneration und Neubildung von Zellen wichtige Arbeit leisten und die Zellmembranen geschmeidig und durchlässig halten. Viele Gehirnfunktionen im Zusammenhang mit Botenstoffen wären sonst unmöglich.

Astrid ist Diplom-Oecotrophologin mit dem Schwerpunkt Ernährung und Co-Gründerin der Marke Purabyo. Die Themen Nahrungsergänzung, Ernährung, Gesundheit und Bewegung begleiten sie bereits seit vielen Jahren. Astrid lebt mit Ihrem Mann und Ihren drei Kindern im Münsterland. Andere Orte entdecken, neue Rezepte ausprobieren, Trampolin springen und Radtouren (ist ja klar als echter Münsterländer 😉) gehören zu Ihren liebsten Hobbies.

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